Digitales Röntgen und Ultraschall

Digitales Röntgen umfasst radiologische Verfahren, bei denen Röntgen­bilder nicht mehr auf analogen Röntgen­filmen, sondern digital auf­genom­men werden. An Stelle des Films enthalten die Geräte einen Szintillator, der auftreffende Röntgen­photonen entweder in sicht­bares Licht oder direkt in Elek­tri­zität umwandelt.

Ältere DR-Systeme erfassten die Szintillation der Leucht­schicht optisch ver­kleinert mit einer Video­kamera, einem CCD-Sensor oder CMOS-Chip. Heute setzt man zur Erhö­hung der Orts­auflösung Vollfeld­detektoren (engl. flat panel detector) ein, die mindestens so groß wie das Röntgen­bild sind. Sie enthalten eine Leuchtschicht etwa aus Cäsium­jodid, eine Schicht aus Mikrolinsen, und eine Schicht aus Photo­dioden.

Noch bessere Auflösung haben Festkörper­detektoren aus seltenen Erden wie Gadolinium­oxysulfid oder amorphem Selen, die die auftreffenden Röntgen­photonen ohne Umweg über sichtbares Licht direkt in Elektrizität umwandeln und an die angrenzende TFT-Schicht abgeben. Die im Detektor erfassten Daten werden digital an einen Computer weiter­gegeben.